1. Wie wird man eigentlich Lektorin?
Auf »offiziellem« Wege erlernt man den Beruf durch ein meist einjähriges Verlagsvolontariat, häufig im Anschluss an ein Literaturstudium. In dieser Zeit werden alle notwendigen Fertigkeiten vermittelt und die Zusammenarbeit mit Herstellungs-, Vertriebs-, Presse- sowie Rechte-und-Lizenzen-Abteilung erlernt. Da »Lektor« keine geschützte Berufsbezeichnung ist, haben nicht alle Personen, die sich so bezeichnen, zuvor studiert, ein Volontariat absolviert und/oder in einem Verlag gearbeitet.
2. »Lektorat« meint die Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, richtig?
Nein. Tatsächlich wird die Prüfung und Berichtigung von Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik »Korrektorat« genannt und erfolgt als letzter Schritt vor der Druckfreigabe auf das Lektorieren und Setzen eines Textes.
3. Wozu brauche ich ein Lektorat, wenn es KI-Chatbots, die Rechtschreibprüfung und den Freundeskreis zum Probelesen gibt?
Die kurze Antwort lautet: weil nichts davon mit einem professionellen Lektorat zu vergleichen ist. Ein KI-Chatbot kann Texte erstellen, sie aber nicht inhaltlich und/oder stilistisch bewerten. Das Gleiche trifft auf die Rechtschreibprüfung zu, die nur einen Bruchteil dessen ausmacht, was bei einem Lektorat passiert (s. hierzu auch die Antwort auf Frage 2). Versierte Probelesungen können wertvolle Hinweise bieten und dabei helfen, einen Text auf das Lektorat vorzubereiten, dieses aber nicht ersetzen, denn ein Lektorat erfordert viel Fachwissen und Fingerspitzengefühl. (Weitere gute Gründe für ein Lektorat, die nicht von einer Lektorin stammen, sind hier zu finden: Selfpublisherbibel, Literaturcafé.)
4. Wird mein Text beim Lektorat komplett umgeschrieben?
Nein, denn ein Lektorat ist kein Ghostwriting. Einen Text zu lektorieren bedeutet, ihn umfassend zu prüfen und zu bearbeiten. Dabei stehen Aspekte wie Stringenz (»roter Faden«), Aufbau, Spannungsbogen und Plot-/Figurenentwicklung im Fokus. Ein professionelles Lektorat umfasst also die Bewertung von Stil und Inhalt. Das Ergebnis schließt ehrliches Lob ebenso ein wie notwendige Kritik. Bei stark überarbeitungswürdigen Text(stell)en weisen Markierungen oder Kommentare auf den Änderungsbedarf hin. In welchem Umfang eine Überarbeitung erfolgt, liegt dann ganz im Ermessen der Autorin bzw. des Autors.
5. Welche Art von Aufträgen übernimmt das Lektorat Tunnat?
Three-Step Editing sowie Lektorate, Redaktionen & Korrektorate
> Belletristik (Krimi/Thriller, Fantasy/Science-Fiction, Liebesroman)
> Sachtexte (interne und externe Kommunikation von Unternehmen)
> Comic
> Spielbuch
> Audiowalk
> Hörbuch/-spiel
> Dissertation
NICHT übernommen wird die Bearbeitung von:
> Texten mit politischen, gewaltverherrlichenden, antisemitischen, fremdenfeindlichen und/oder pornografischen Elementen
> Bachelor- und Masterarbeiten
> englischsprachigen Dissertationen
6. Arbeiten Sie auch für Privatpersonen?
Ja, sehr gerne. Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die ein Selfpublishingsprojekt oder eine Dissertation bearbeiten lassen möchten, gehören ebenso zu meiner Stammkundschaft wie Firmen, Wissenschaftsinstitutionen und Verlage.
7a. Wie erreiche ich Sie am besten?
Schreiben Sie mir eine E-Mail (und beachten Sie dabei die Antwort auf Frage 7b).
7b. Welche Angaben werden benötigt, um meine Anfrage schnell bearbeiten zu können?
Am schnellsten geht es, wenn die E-Mail-Anfrage bereits folgende Angaben enthält:
> Auftragsart
Welche Art von Text soll bearbeitet werden (z.B. Lektorat eines Fantasyromans oder Korrektorat einer Dissertation)?
> Umfang
Wie hoch ist die »Zeichenzahl inklusive Leerzeichen« des Textes (in MS-Word unter »Überprüfen/Wörter zählen« zu ermitteln)?
> Termin
Wann kann der Text zur Bearbeitung abgegeben werden und wann wird die fertige Bearbeitung benötigt?
> Anschrift
Für die Rechnungsstellung werden der vollständige Name (Vor- und Nachname) und die Adresse (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort) benötigt. Gerne kann deren
Übermittlung aus Gründen der Datensicherheit auch telefonisch erfolgen.
8. In welchem Format soll ich Ihnen mein Manuskript schicken?
Im Allgemeinen arbeite ich mit MS-Word, seltener mit dem Adobe Reader. Für Selfpublishingprojekte verwende ich
die »Änderungen nachverfolgen«-Funktion.
Für Verlage nehme ich Lektorate nach Absprache am Ausdruck vor. Korrektorate erfolgen für Privatpersonen in MS-Word, für Verlage am Ausdruck oder im PDF.
Aufträge in InDesign, LaTeX oder Papyrus können leider NICHT bearbeitet werden, sehr wohl aber Kopien im PDF- oder MS-Word-Format.
9. Können Sie meinen Auftrag sofort bearbeiten?
Jein. Kleinere Projekte wie Korrektorate können oft kurzfristig übernommen werden. Bei größeren Aufträgen oder Projekten mit festem Abgabetermin ist es sinnvoll, mit etwas Vorlauf anzufragen.
10. Wie lange dauert die Bearbeitung meines Auftrags?
Nie länger, als es vereinbart war. Im Übrigen hängt die Bearbeitungsdauer von der Auftragslage sowie von Umfang, Bearbeitungsaufwand und Art des Projekts ab. In der Regel lässt sich ein Korrektorat am schnellsten bearbeiten, während Lektorate eine doppelt bis dreifach längere Bearbeitungszeit erfordern.